Umbau eines Aquariums zum Terrarium

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Umbau eines Aquariums zum Terrarium

Beitragvon SickSight am 9. Aug 2008 11:49

Hallo!
Ich habe hier mal wieder eine kleine Bastelaktion für euch.


Ich hatte vor kurzem in einem Second-Hand Laden ein Aquarium gesehen für 5€ und mir kam die Idee dieses Becken als Terrarium umzubauen.

Normalerweise könnte man ja bei so etwas mit Lüftern etc. arbeiten, doch ich hatte noch eine alte Glasscheibe zuhause und wollte gleich mal das Glasschneiden üben!




Das ist das Aquarium in seinem ursprünglichen Zustand.

Das einfachste an der ganzen Sache war es die Scheiben herauszuschneiden, um sie später zu kürzen und die Lüftungsflächen einzufügen. Das Aquarium war mit einem sehr weichen Silikon geklebt. Wie sich das ganze bei einem "Standardaquarium" mit schwarzen Silikonnäten verhält kann ich leider an dieser Stelle nicht sagen.




So, die Seitenscheibe des Aquariums hatte ich schonmal mit einer Klinge herausgeschnitten, diese Fläche sollte die Decke meines Terrariums werden.

Bei Terrarien hat sich die eine Bauweise mit den Jahren bewährt, nämlich, oben an der Hinterseite und an der Front unten eine Lüftung anzubringen. Die Lüftung an der Frontseite sollte aber zusätzlich so gebaut sein, das die Luft nicht waagrecht in das Innere strömen kann sondern senkrecht an der Frontscheibe heraufströmt.
Da ich ja vorhatte ein gescheites Terrarium zu bauen, bei dem die Lüftungsflächen der Frontseite auch nach oben hin abgewinkelt sind, musste ich cm breite Glasstreifen schneiden und diese recht genau verkleben.




Auf diesem Bild kann man die frisch eingeklebten Glasstreifen sehen. Der hintere Streifen schließt bündig mit der Boden Platte ab, der vordere hängt praktisch in der Luft und ist an den Seiten befestigt. Zusätzlich habe ich den vorderen Streifen an den Seiten noch durch kleine Glasrechtecke unterstützt, weil auf diesem Glasstreifen später das Gewicht der Scheiben liegt!

Nun schnitt ich mir meine passenden Lüftungsgitter zu (...und schnitt mir auch gleich höllisch in den Finger...) und klebte diese wie auf der Abbildung zu sehen an die vorgesehenen Stellen. Einmal oben und einmal unten auf die schmalen Glasstreifen, eben wie bei einem handelsüblichen Terrarium.




Leider löste sich das Gitter ständig ab, weil es verbogen war. Ich musste es beschweren mit einem Holzklotz, so das es an jeder Stelle richtig mit dem Glas verbunden war.

Nachdem die Gitter eingeklebt waren und das Silikon abgebunden hatte, klebte ich die Deckenscheibe ein.
Jetzt fehlten mir nur noch die Frontscheiben. Diese und die dazugehörigen Profilschienen schnitt ich mir auch zu und brachte sie an das verwandelte Aquarium an. Wie ich schon oben geschrieben habe, muss man dabei immer darauf achten, das der schmale Glasstreifen an der Frontunterseite, das gesammte Gewicht der Schiebescheiben tragen muss. Ich habe ihn wie gesagt mit Glasrechtecken an jeder Außenseite unterlegt.




Wie auf diesem Bild zu sehen ist, steht ein neues Terrarium im Fokus meiner Kamera. Aus optischen Gründen habe ich dann nur noch für jede Schiebescheibe einen Noppen daraufgeklebt, damit man sie nicht mit Fingerabdrücken übersähen muss. Ein schwarz angemaltes Holzleistchen klebte ich auch noch von außen auf die Deckenscheibe, das man die Klebenat zwischen Gitter und Glas nicht sieht.



Nach dem Schneiden der Glasscheiben sollte man aus Sicherheitsgründen die scharfkantigen Schneideflächen mit einem Schleifpapier abrunden.

Kleine Tips zum Glasschneiden:
- Das Glas nur auf einem ebenen Untergrund ohne Verunreinigungen schneiden.
- Den Glasschneider an einem Winkel, beziehungsweise einem Lineal entlang fahren, nicht freihändig
- Öl (Nähmschienenöl, etc.) das an der Schnittlinie entlang aufgetragen wird, kann helfen einen saubereren Schnitt hinzubekommen.
- Bei breiten Glasstreifen sollte man nachdem der Schnitt gemacht wurde, erst mit einem harten Gegenstand von unten entlang an der Schnittlinie klopfen und dann das Glas brechen. Zum Brechen legt man die Schnittlinie bündig mit einer glatten Kante, beispielsweise eines Tisches, und bricht die Scheibe nach unten weg.
- Bei dünnen Glasstreifen sollte man auf das Brechen, nach meiner Erfahrung, vollkommen verzichten. Ich habe es so gemacht, dass ich nach dem Schnitt nur von unten (leicht) geklopft habe, bis die Scheibe von alleine an der Schnittlinie brach.

Ob der Schnitt erfolgreich war, merkt man während des Klopfens an dem Geräusch und man sieht es auch, da sich dann das Licht anderster in der Schnittlinie bricht. (Vorrausgesetzt, man arbeitet unter einer Lampe, die dann von vorne Licht abstrahlt.

Viel Glück, beim Glasschneiden! So schwer ist es garnicht...
LG, SickSight
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Re: Umbau eines Aquariums zum Terrarium

Beitragvon SickSight am 3. Feb 2010 12:34

Thema geschlossen, wegen langer inaktivität.
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