Der Name (Deutsch): Dickfingergecko
Kategorie (Systematik): Reptilien (Reptilia)
Unterart (Familie): Geckos
Der Autor hat Zuchterfahrung: Nein
Giftig: Nein
Der Grund für das Interesse an diesem Tier:
Mich hat das Aussehen dieser Tiere fasziniert - besonders die Augen! Das Tier ist sehr geeignet für die Terraristik in vielen Hinsichten...
Erwerblichkeit und Geldwert:
ca. 15 - 20 €
Verbreitungsgebiet (Habitat):
Der Pachydactylus bibronii stammt aus aus dem Osten von Afrika (meist Tansania). Er bewohnt dort die Steppe. Die Fauna ist ziemlich karg und der Gecko sucht meist Unterschlupf in Steinhaufen, Felswänden oder Nagerhöhlen.
Klimadiagramm von Tansanias Hochebene:
Tansania - Länderinformation
Maße (adult):
Länge bis zu 20cm
Lebenserwartung:
Alter bis zu 20 Jahre
Zeitliche Aktivität:
Dämmerungs- und Nachtaktiv
Futter:
Alles was sich bewegt und ins Maul passt

Alle möglichen Arten von kleinen Insekten (Heimchen, Schaben, mittlere Heuschrecken, ...). Die Futterinsekten sollten regelmäßig mit Vitaminpräparaten bestäubt werden um die ausreichende Vitaminversorgung der Tiere zu gewährleisten (besonders Vitamin D3 da die Tiere dies nicht selbst bilden können).
Eine Wasserschale sollte auch nicht im Terrarium fehlen!
Winterruhe:
Im Zeitraum von Dezember bis Januar kann den Tieren eine gemäßigte Winterruhe von ca. vier Wochen gegönnt werden. Man sollte sich dabei an dem Klima des Heimatlandes orientieren. Sie wird durch weniger Beleuchtungszeit und weniger Futter herbei geführt. Die Temperaturen sollten dabei nicht über 18 °C steigen, da sonst der Stoffwechsel der Tiere zu stark arbeitet.
Eine Winterruhe wirkt sich natürlich auch positiv auf die Verpaarungsbereitschaft aus, wobei es bei den Tierchen auch so klappen sollte!
Geschlechtsreife:
Nach etwa einem Jahr ist das Tier geschlechtsreif und Männchen können nicht mehr zusammen in einem Terrarium gehalten werden, auf Grund von blutigen Rivatitätskämpfen.
Inkubations-, bzw. Geburtsdaten:
Ungefähr einen Monat nach der Verpaarung beginnt das Weibchen zu graben und sucht sich einen geeigneten Ablage Platz. Allerdings kann es sein, das man die Eier nicht aus dem Terrarium nehmen kann wenn man das Gelege zu spät entdeckt, denn die Eier werden meist irgendwohin geklebt.
Allerdings besteht auch für die im Terrarium gelegten Eier eine gute Chance, selbst wenn sie den normalen Gegebenheiten ausgesetzt sind.
Wenn man die Eier rechtzeitig sichern kann sollte man sie bei 27°C bis 28°C inkubieren.
Als Substrat beim Inkubieren verwendet man zum Beispiel Vermiculit, in das man dann die Eier, etwa zur Hälfte bedeckt, legt.
Die ersten Geckos sollten dann nach ca. 50 bis 60 Tagen schlüpfen.
Terrarienhaltung und Ausstattung:
Die minimalen Vorraussetzungen für ein Terrarium sind 50 x 50 x 80cm, da die Tiere viel klettern und sich gerne in Felswänden verstecken. Das Terrarium sollte daher mit mehreren geeigneten Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein.
Die Temperatur sollte tagsüber min. 25°C bis max. 40°C (max. = punktuell) betragen. Nachts kann die Temperatur auf 20°C abfallen. Die Tiere brauchen nicht unbedingt eine UV Bestrahlung. Ausreichend sind eine tageslichtvergleichbare Beleuchtung und ein Wärmespot für die punktuelle Erwärmung z.B. einer Steinplatte. Der Wärmespot sollte so angebracht werden, das die Tiere auch die Möglichkeit haben in kühlere Regionen des Terrariums zu gehen.
Die Luftfeuchtigkeit sollte entsprechend dem Habitat nicht zu hoch sein. 40 bis 60% sind angemessen. Eine feucht gehaltene Versteckmöglichkeit tut da ihren Dienst (bspw. mit angefeuchtetem Sphagnum - Torfmoos).
Schutzstatus:
keiner
Noch etwas zu dem Namen der Tiere:
Zwischenzeitlich ist der Name von Pachydactylus bibronii zu P. turneri und heute zu zu der Gattung Chondrodactylus umbenannt worden. Die richtige Bezeichnung lautet demnach Chondrodactylus turneri.
Im Handel wird das Tier jedoch noch als P. bibronii bezeichnet, wobei das falsch ist, da die Tiere die heute noch so genannt werden (herkunft z.b. Tansania), nicht mehr aus ihren Ursprungsländern exportiert werden dürfen.
Da der Dickfingergecko aber auch noch in anderen Ländern vorkommt wie z.b. Angola und Namibia werden die Tiere von Ländern die keine Ausfuhrverbote haben weiter in den Handel gebracht und als P. bibronii verkauft, obwohl die Arten doch eigentlich nach Herkunftsländern unterschieden werden.
Bemerkung, bzw. Ergänzung zu diesem Steckbrief:
Das Geschlecht ist recht einfach zu bestimmen. Zum Ersten weisen die Männchen eine stärkere weiße Fleckung am Körper auf als die Weibchen; Zum Zweiten haben die Männchen stark verdickte Hemipenistaschen, woran man das Geschlecht eindeutig bestimmen kann.
Ein interessantes Merkmal ist noch, das die Tiere sehr gut klettern können. Sie können sogar eine Glasscheibe ohne Probleme erklimmen, indem sie sich der "Van der Waals Kräfte" bedienen.
Ich selbst habe 1.1.0 Exemplare dieser Geckos, die ich zusammen halte. Das Pärchen weist eine erstaunlich hohe Gebundenheit auf, was die Tiere für mich noch ein wenig sympathischer macht!
Hier ein Bild meiner Tiere:
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Quellen:
Wikipedia
Pachydactylus
Reptilienland
Ort, Datum: Moers, 16. Juli 2008
Richtiger Name des Verfassers: Jens Albert
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