wir haben vor drei Wochen ein Tejupaar bekommen, die fasch ernährt wurden und nun mit den Altlasten zu kämpfen haben.
Das Weibchen hats hinter sich.. das Männchen noch vor sich und derzeit siehts so aus, das es das nicht schafft.
Zitierte Beschreibung:
Beschreibung
Wenn Tierliebe "durch den Magen" geht...
Dies hier sind zwei Röntgenbilder vom Tupinambis merianae, der vermutlich über Jahre hinweg falsch ernährt wurde.
(Röntgenbild seite, Videoclip)
"Gut gemeint ist nicht gleich gut getan"
Tupinambis merianae (schwarz/weißer Teju) ist ein omnivore (alles) Nahrung gewöhntes Tier.
Er plündert in freier Wildbahn mit Vorliebe Nester bodenbrütender Tiere und manch einer kann sich denken, das dies nicht das ganze Jahr über stattfindet.
Wenn die Saison das nicht hergibt, dann frisst er gerne Fallobst, Insekten, Würmer oder anderes Getier wie Geflügel oder auch Säugetiere, die er überwältigen kann. Auch vor Aas macht er nicht halt. Wenn man die Tiere mal in freier Wildbahn beobachten kann wird man feststellen, das sie bei großen Beuterieren, die nicht in einem Stück zu verschlingen sind, die Bauchdecke aufreißen und versuchen nur das Fleisch zu bekommen.
Wichtig scheint dem überwiegenden Teil der Prädatoren der Inhalt des Darms der erlegten Tiere und danach die Organe.. Filet wird interessanterweise meist erst im zweiten Durchgang verzehrt. Achtet mal drauf!
Generell haben die meisten Echsen (wie auch die meisten Vögel und Säugetiere) das Problem, die Haare wieder loszuwerden. Aus diesem Grunde sind die meisten Tiere in der Lage, das als Kneul wieder auszuwürgen (Eulen, Katzen). Ganz anders aufgebaut ist der Darm der Schlangen, weswegen diese Spezies das komplett anders handhabt, ist aber eine andere Baustelle

Wenn Echsen sehr abwechslungsreich ernährt werden, wird der Fellklumpen dann durch den nachrutschenden Kot mit rausgedrückt.
Wenn das aber ausfällt, weil es ausschließlich oder zumindest hauptsächlich Felltragendes gefüttert wird, dann setzt man das Tier -so ungerne man das hören will- vorsätzlich einem schleichenden Tod aus.
Das Fell wird schlicht gesammelt und verstopft nach und nach den Darm. Der auf dem Bild gezeigte Klumpen ist nun bereits doppelt so groß im Umfang wie das Becken, durch das es raus müsste.
Der Teju, dessen Bilder hier abgelichtet sind, lebt zum Zeitpunkt des Hochladens noch. Es steht aber die Entscheidung ins Haus, ob er noch mit herkömmlichen Methoden zu behandeln ist (Parafinöl/Lactose) welches mit einer Magensonde oral verabreicht wird, oder ob eine OP noch Sinn macht, da der Darm derart ausgeleiert ist und die OP ihn stärker schwächen könnte, als sie ihm nutzen würde, oder ob wir das Tier schlicht erlösen, da ein Beschwerde freies Leben zumindest über die nächsten 24 Monate nicht möglich sein wird (wenn man Schmerzen mit Beschwerden mal gleichsetzt).
greetz
andreas




